EU bildet Soldaten in Somalia gegen Piraten aus
Im Gefolge der EU-Marinemission "Atalanta" vor der Küste Somalias will die Europäische Union auch Soldaten des ostafrikanischen Landes im Kampf gegen Piraten ausbilden. Beim Treffen der EU-Außenminister am kommenden Montag und Dienstag in Brüssel soll der politische Startschuss für die Planungen einer "Trainingsmission Somalia" erfolgen.
Die EU erwägt den Angaben zufolge, 2.000 bis 3.000 somalische Soldaten gemeinsam mit der Afrikanischen Union (AU) auszubilden. Die Trainings würden vermutlich in Uganda stattfinden, sagte ein ranghoher Militär. Ebenso wie bei "Atalanta" sollen die EU-Staaten freiwillig über eine Teilnahme entscheiden können.
Die EU-Außenminister wollen am Montagabend in Brüssel in Vorbereitung des nächsten EU-Russland-Gipfels kommenden Mittwoch in Stockholm auch über eine mögliche neue russisch-ukrainische Gaskrise beraten. Für Jänner gebe es noch keine klare Aussicht, dass die Ukraine ihre Gasrechnungen an Russland zahlen könne, hieß es in Ratskreisen. Allerdings seien nach den Gaskrisen von 2006 und 2008 heuer die europäischen Gaslager gut gefüllt.
Am Dienstag beraten die EU-Außenminister gemeinsam mit den Entwicklungshilfeministern die Lage in Afghanistan. Anschließend steht eine gemeinsame Aussprache der Chefdiplomaten mit den EU-Verteidigungsministern zur Lage in Bosnien-Herzegowina auf dem Programm. Dabei geht es um die Zukunft der EU-Militärmission EUFOR/"Althea". Die rund 2.000 Mann starke EU-Militärmission steht ab 4. Dezember unter dem Kommando eines Österreichers. Generalmajor Bernhard Bair wird den EU-Militäreinsatz für ein Jahr leiten.












