Halbierung der Bezirkshauptmannschaften erhitzt politische Gemüter
SPÖ-Pläne sehen vor, die Bezirkshauptmannschaften in Kärnten mindestens um die Hälfte zu dezimieren. Landeshauptmann Dörfler stellt sich dagegen. Wirtschaftsforscher: "Es muss zu Veränderungen kommen."

Foto © Kleine Zeitung/Helmuth WeichselbraunDer "Sparstift" soll angesetzt werden
Auf taube Ohren stößt in Kärnten der Vorschlag von SPÖ-Geschäftsführer Günther Kräuter, die Bezirkshauptmannschaften zu halbieren. Gerhard Landeshauptmann Dörfler (BZÖ) reagierte darauf am Donnerstag abweisend mit einem "klaren Nein". Das käme einer Degradierung der ländlichen Bevölkerung gleich, kritisiert Dörfler.
Kräuters Pläne sähen vor, die Bezirkshauptmannschaften von derzeit 84 auf zumindest die Hälfte zu dezimieren. Bereits vor einigen Tagen äußerte sich Wirtschaftsforscher Bernhard Felderer in diesem Zusammenhang gegenüber der Antenne Kärnten zu den vielen Verwaltungsebenen in den Gemeinden, den Bezirkshauptmannschaften, Ländern und dem Bund. "Wir haben einen komplizierten Aufbau der Verwaltung in den Ländern. Hier wird es zu Vereinfachungen kommen müssen. Es gab in den vergangenen zehn Jahren zwar schon kleinere Schritte, es werden aber größere folgen müssen", so Felderer.












