Auslagerung iranischen Urans in die Türkei beraten
Auf der Suche nach einem Kompromiss wegen dem umstrittenen Atomprogramm Teherans ist nun ein weiteres Land für eine mögliche Auslagerung von iranischem Uran ins Spiel gekommen: die Türkei. In Istanbul sollen laut Medienberichten iranische und türkische Vertreter am Montag die Möglichkeit diskutiert haben.
Die Türkei, die gute Beziehungen zum Nachbarland Iran pflegt, soll sich als Mediator in dem Konflikt um das iranische Atomprogramm bereiterklärt haben, berichtete die Agentur Reuters.
Russland unterstützt den Vorschlag, iranisches Uran zur Anreicherung in die Türkei zu schicken, sagte ein Außenamtssprecher Moskaus. Ihm zufolge rechnet Moskau damit, dass Teheran in der nächsten Zeit diesbezüglich eine offizielle Zusage an die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) gibt.
Laut dem ursprünglichen Vorschlag der IAEO sollte der Iran einen Großteil seines Urans zur weiteren Anreicherung nach Russland und Frankreich schicken und sein Atomprogramm verlangsamen. Nach den ablehnenden Reaktionen aus Teheran soll der "New York Times" zufolge IAEO-Generaldirektor ElBaradei dem Iran neue Vorschläge der USA übermittelt haben. Aus dem Umfeld von US-Präsident Obama verlautete unterdessen, der Präsident werde bis Ende 2009 warten, bevor er endgültig von einer Zurückweisung seiner diplomatischen Bemühungen seitens des Iran sprechen wolle.
Israel. die USA und weitere westliche Länder bezichtigen den Iran der Entwicklung von Kernwaffen unter dem Deckmantel eines Programms zur friedlichen Nutzung der Atomenergie. Teheran weist alle Anschuldigungen zurück.












