Amokläufer von Fort Hood soll vor Militärtribunal

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Dem Amokläufer auf dem texanischen Stützpunkt Fort Hood wird voraussichtlich von einem US-Militärtribunal der Prozess gemacht. Sollten sich im Laufe der Ermittlungen jedoch Verbindungen zu Terrornetzen ergeben, könnten die Behörden auch ein Bundesgericht einschalten, sagten Ermittler und Anwälte übereinstimmend am Dienstag. US-Präsident Barack Obama erwies den Opfern des Amoklaufs die letzte Ehre.
Aufgrund der Armeeangehörigkeit des Täters sowie des Tatorts sei ein Verfahren vor einem Militärgericht naheliegend, argumentierten die Ermittler. Der Anwalt des muslimischen Militärpsychiaters und Armeemajors Nidal Hasan, der vergangene Woche 13 Menschen erschossen und 42 weitere verletzt hatte, forderte ein faires Verfahren für seinen Mandanten.
Der von Hasans Familie engagierte Anwalt konnte den schwerverletzten Amokläufer kurz im Krankenhaus besuchen. Bei seinem halbstündigen Gespräch sei es in erster Linie um die Frage gegangen, ob Hasan mit seinem Verteidigerteam einverstanden sei, sagte Galligan CNN. Nach seinen Worten wirkte Hasan "sehr müde".
Auch Tage nach dem Amoklauf lag das Motiv des Militärpsychiaters weiter im Dunkeln. Nach Erkenntnissen der Bundespolizei FBI hatte der 39-jährige gläubige Muslim seit vergangenem Jahr Kontakt zu einem radikalen Prediger im Jemen, doch wies nichts auf eine Beteiligung an terroristischen Aktivitäten oder Planungen hin.
Angehörige und Armeekollegen berichteten, der arabischstämmige Major habe wegen der Einsätze der US-Armee in Afghanistan und im Irak unter einem zunehmenden Gewissenskonflikt gelitten. Er habe vergeblich versucht, aus der Armee entlassen zu werden. Ihm selbst stand zudem ein Einsatz in Afghanistan bevor. Der US-Radiosender NPR berichtete, dem Amokläufer habe offenbar die Entlassung gedroht, da Kollegen und Vorgesetzte ihn für überfordert gehalten hätten.












