Neuer Anlauf: Jugendschutz soll vereinheitlicht werden
Alkoholkonsum und Ausgehzeiten sind in den Landesgesetzen geregelt. Reinhold Mitterlehner (ÖVP) will als zuständiger Minister das Projekt - an dem schon einige Regierungen gescheitert sind - vorantreiben.

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Wirtschafts- und Jugendminister Reinhold Mitterlehner (V) kündigt eine neue Initiative für einen einheitlichen Jugendschutz in Österreich an. Derzeit sind etwa Alkoholkonsum und Ausgehzeiten in Landesgesetzen geregelt, nur Wien, Niederösterreich und das Burgenland haben inhaltlich gleiche Gesetze. "Wir schauen uns das nicht mehr lange an", sagt Mitterlehner in der Dienstag-Ausgabe des "Standard" und kündigt für das Frühjahr Gespräche mit Ländervertretern an.
"Es zieht sich dahin"
Mitterlehner will damit einen Punkt des Regierungsprogramms der rot-schwarzen Koalition in Angriff nehmen und ein Problem lösen, an dem schon etliche Regierungen zuvor gescheitert sind. Der Minister räumt ein: "Es zieht sich dahin." Aber er sieht "gute Chancen", diesmal tatsächlich einen Konsens mit den Ländern zu finden. Mitterlehner glaubt nicht, dass ein einheitliches Jugendschutzgesetz an inhaltlichen Fragen scheitern wird: "Die Regelungen sind sehr ähnlich, unterscheiden sich aber im Detail." Als Kompromiss kann sich Mitterlehner vorstellen, den Jugendschutz per 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern zu regeln.
Für Wolfgang Moitzi, der als Vorsitzender der Sozialistische Jugend in Vorsitzteam der Bundesjugendvertretung sitzt, sind die Länder verantwortlich dafür, dass es bisher keinen einheitlichen Jugendschutz gibt: "Da geht es um die Eitelkeit der Länder, die sich keine Kompetenzen wegnehmen lassen wollen. Die Interessen der Jugendlichen werden dabei vergessen."
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