Pröll geht gegen Audimax-Besetzer in die Offensive
ÖVP-Chef Josef Pröll geht zum Angriff auf die Studenten über, die das Audimax der Universität Wien seit über zwei Wochen besetzt halten, um für bessere Studienbedingungen zu protestieren.

Foto © APADie Proteste der Studenten gehen in die dritte Woche
"Ich werde nicht zulassen, dass lautstarke Gruppen versuchen, die Politik, das Land und die Steuerzahler in Geiselhaft zu nehmen", sagte der Finanzminister der Tageszeitung "Österreich".
Zusätzliches Geld für Unis?
Auf die Frage, ob er zusätzliches Geld für die Universitäten ausgeben werde, sagte Pröll, es gehe darum, "wie wir mit dem vorhandenen Geld das beste für Österreich herausholen können". Insgesamt bekommen die Universitäten in der laufenden Legislaturperiode 8,2 Mrd. Euro, dazu kommen nach der Ankündigung von Wissenschaftsminister Johannes Hahn weitere 34 Mio. Euro hinzu. "Das ist viel Geld und ich erwarte, dass sich auch die betroffenen Universitäten darüber Gedanken machen, wie sie mit diesem Geld zurecht kommen."
Zur Streitfrage Zugangsbeschränkungen sagte Pröll: "Ich höre, dass rund 60 Prozent der Erstsemester nur 10 Prozent der angebotenen Fächer belegen. Damit ist klar, dass diese 10 Prozent der Fächer heillos überbelegt sind. Ich frage mich: Warum sollen Zugangsregelungen keine Antwort sein?"
"Österreich" berichtet auch über ein von den Studenten geplantes Bildungsvolksbegehren. Bereits am Montag soll der Startschuss erfolgen. Bis Februar solle das Volksbegehren unter Einbeziehung anderer Bildungsbereiche (Kindergärten und Schulden) auf die Beine gestellt werden. "Das gesamte Bildungssystem soll neu aufgerollt werden", sagte Initiator Philip Rodleitner der Tageszeitung. Die APA konnte für diese Meldung von Studentenvertretern allerdings keine Bestätigung bekommen.













