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Zuletzt aktualisiert: 01.11.2009 um 12:24 UhrKommentare

Iran lehnt Vorschlag im Atomstreit ab

Foto © APA

Ranghohe iranische Politiker haben die jüngste internationale Initiative im Atomstreit abgelehnt. APräsident Mahmoud Ahmadinejad erklärte am Sonntag, sein Land verhandle aus einer Position der Stärke heraus. Diese jüngsten Äußerungen lassen die Zweifel wachsen, ob die Führung in Teheran den Vorschlägen der UNO-Atomenergie-Organisation (IAEO/IAEA) zustimmen werde.

laeddin Borujerdi, Vorsitzender des parlamentarischen Nationalen Sicherheitsausschusses, sagte am Samstag der halbamtlichen Nachrichtenagentur ISNA, das Parlament sei gegen den Vorschlag, niedrig angereichertes Uran ins Ausland zu liefern, um im Gegenzug Brennstäbe für seine Atomkraftwerke zu erhalten. Die Gegner des Iran seien im Vergleich wie Moskitos, zitierte eine Regierungs-Website den Präsidenten. In Verhandlungen traue Teheran dem Westen nicht, dieser sei aber gezwungen, sich mit dem Iran zu befassen, sagte Ahmadinejad demnach.

Kasem Jalili, Sprecher des Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik, erklärte, es gebe keine Garantie dafür, dass der Iran die Brennstäbe erhalte, selbst wenn man das Uran ausliefere. "Die Forderung, dass wir unser gesamtes angereichertes Nuklearmaterial an andere Staaten abgeben sollen, damit diese den benötigten Brennstoff an Teheran liefern, kommt überhaupt nicht in Frage", sagte Jalili ISNA zufolge. Ausschuss-Vorsitzender Borujerdi erklärte: "Wir hegen tiefes Misstrauen in den Beziehungen zum Westen." Der IAEO-Vorschlag enthalte keine Garantien, dass der Iran das ausgelieferte Uran nach einer Anreicherung im Ausland tatsächlich wieder zurückerhalte.

Im Tauziehen um das iranische Atomprogramm hat US-Außenministerin Clinton die Führung in Teheran gewarnt, die Geduld habe "ihre Grenzen". "Wir werden nicht ewig warten, die Geduld hat schließlich ihre Grenzen", sagte Clinton am Samstag bei einem Besuch in Jerusalem. Der Iran müsse seine "Verpflichtungen" erfüllen und seine "Verantwortung" gegenüber der Staatengemeinschaft wahrnehmen, fügte Clinton hinzu.

Quelle: APA

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