Türkischer Außenminister in Kurdengebiet im Irak
Zum ersten Mal hat mit Außenminister Davutoglu am Freitag ein türkisches Regierungsmitglied die Kurdenregion im Nordirak besucht. "Wir sind Euer Tor nach Europa, und Ihr seid unser Tor nach Süden, in die Golfregion", sagte Davutoglu in Erbil. Der Präsident der autonomen Kurdenprovinzen im Nordirak, Barzani, lobte die Bemühungen der Türkei, den Konflikt mit den türkischen Kurden beizulegen.
Der Besuch des türkischen Außenministers ist ein deutliches Zeichen für die verbesserten Beziehungen zwischen Bagdad und Ankara. Die Türkei bemüht sich derzeit um eine Lösung des Kurdenkonflikts, der seit dem Beginn des Aufstandes der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) 1984 mehr als 40.000 Menschen das Leben gekostet hat. Die türkische Luftwaffe hatte zeitweise massiv PKK-Stellungen im Nordirak attackiert.
Davutoglu war in Begleitung des Handelsministers Caglayan und 70 Geschäftsleuten sowie Regierungsvertretern. Am Samstag sollte die Delegation nach Mossul weiterreisen.













