Madrider Kunstmesse erstmals mit Internet-Verkauf
Kunst in Zeiten der Krise: Auf der internationalen Madrider Kunstmesse ARCO werden erstmals Werke auch via Internet zum Verkauf angeboten. Etwa 1.000 Ausstellungsstücke zu Preisen von jeweils bis zu 5.000 Euro können mittels Online-Verkauf erworben werden. An der am Mittwoch eröffneten 32. ARCO-Messe nehmen 201 Galerien aus 27 Ländern, sechs davon aus Österreich, und mehr als 2.000 Künstler teil.
"Der Kunstmarkt ist in Spanien ebenso wie andere Bereiche von der Krise betroffen", sagte der ARCO-Direktor Carlos Urroz. Die Branche hatte sich vergeblich gegen eine drastische Anhebung der Mehrwertsteuer durch die spanische Regierung zur Wehr gesetzt. Für die Galerien bedeutete die im vorigen Jahr in Kraft getretene Anhebung eine Heraufsetzung von 18 auf 21 und für die Künstler von 8 auf 21 Prozent.
Der renommierte Künstler Miquel Barceló hatte die Erwartung geäußert, dass die Steuererhöhung der ARCO-Messe den "Gnadenstoß" versetzen werde. Der Direktor der Ausstellung wies die Prognose zurück. "Keiner der Galeristen kommt nach Madrid, um ein Debakel mitzuerleben", sagte Urroz. "Im vorigen Jahr wurden die Erwartungen der Teilnehmer erfüllt." Bei der diesjährigen ARCO-Messe steht der aufstrebende Kunstmarkt der Türkei im Mittelpunkt. Die Schau hat bis zum kommenden Sonntag (17. Februar) die Pforten geöffnet.
Aus Österreich sind mit dabei die Charim Galerie, Christine König, Hilger Modern / Contemporary, Nächst St. Stephan, Georg Kargl sowie die Galerie Krinzinger. Letztere wird unter anderem mit "Ecstasy I" (zwei Pigmentdrucke) aus der Serie "With Eyes Closed I See Happiness" von Marina Abramovic anreisen. Werke der serbischen Performance-Künstlerin wurden bereits im Guggenheim Museum und im MoMA in New York ausgestellt. D












