Heer bleibt bei Absage an die Abwehrkämpfer
Runder Tisch mit Militärchef Spath, KAB-Obmann Schretter und Landeshauptmannvize Scheuch blieb ohne Ergebnis. "Die Standpunkte sind unverändert", so Spath. Das heißt, das Bundesheer steht künftig für Feiern des Abwehrkämpferbundes mit Militärmusik und Abordnungen nicht mehr zur Verfügung.

Foto © KLZ/ WeichselbraunMilitärkommandant, Brigadier Gunther Spath
Eine knappe Stunde hat das Gespräch im Büro und auf Einladung von Landeshauptmannvize Uwe Scheuch gedauert. Danach war alles gleich wie zuvor. "Die Standpunkte sind unverändert", berichtete Militärkommandant Brigadier Gunther Spath vom Runden Tisch mit Abwehrkämpferbund-Obmann Fritz Schretter und Scheuch. Das bedeutet, dass das Bundesheer künftig für Feiern des Abwehrkämpferbundes mit Militärmusik und Abordnungen nicht mehr zur Verfügung steht.
Attacken als Auslöser
Die Attacken auf Slowenien und "Feindbildbeschwörungen" Schretters bei der diesjährigen 10.-Oktober-Feier das KAB waren Auslöser für scharfe Kritik von Spath und den Rückzug des Heeres. Schretter, der gestern für die Kleine Zeitung nicht erreichbar war, habe an seinen Standpunkten festgehalten, berichtete Spath. Scheuch verwies auf "verhärtete Fronten" und warnte vor einer Verpolitisierung des 10. Oktober. Zudem sollten "private Ansichten bei der Diensterfüllung unerheblich sein". Spath weist das zurück. Mit Parteipolitik habe seine Position nichts zu tun, er sage "was Sache ist". Positive Rückmeldungen habe er aus allen Parteien erhalten. Der Militärkommandant ist in der Materie um Differenzierung bemüht: Denn für das Militärkommando Kärnten stehe der 10. Oktober als Traditionstag nicht in Frage. An offiziellen Feiern des Landes und der Gemeinden werde das Bundesheer wie bisher teilnehmen. Nicht aber an KAB-Feiern, solange es kein Umdenken gebe.












