Wollte Faymann ursprünglich Molterer?
Die amtierende EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner war angeblich nicht immer Favoritin für die künftige Besetzung des Postens. Bundeskanzler Faymann dementiert.

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Die amtierende österreichische EU-Kommissarin Ferrero-Waldner war angeblich nicht immer Favoritin von Bundeskanzler Faymann für die künftige Besetzung dieses Postens. Auf einer Liste an Kommissionspräsident Barroso seien ursprünglich Ex-Vizekanzler Molterer und Wissenschaftsminister Hahn (beide ÖVP) gestanden, bestätigte Faymanns Sprecherin Angelika Feigl dem "Standard".
Faymann selbst bestritt dies allerdings gegenüber Journalisten am Rande der Plenarsitzung des Nationalrats. Es sei während der vergangenen Wochen über viele Personen gesprochen worden, eine Liste mit Molterer und Hahn habe es aber nicht gegeben. Und es werde auch keinen 5er, 4er- oder 3er Vorschlag geben, sondern einen gemeinsamen Vorschlag der Bundesregierung.
Unterstützt wird von ihm unverändert die bisherige Kommissarin Ferrero-Waldner. Dies gelte umso mehr, als auch Barroso klar gemacht habe, in seiner Kommission Frauen besonders berücksichtigen zu wollen. Daher stünden seiner Einschätzung nach Österreichs Chancen auf ein bedeutendes Ressort auch besonders gut, wenn wieder eine Frau nach Brüssel entsandt werde,
Faymann und Barroso waren am 17. September am Rande des EU-Finanzgipfels in Brüssel zu einem Vier-Augen-Gespräch zusammengekommen. Dabei soll es zum genanntem Vorschlag gekommen sein. Faymann hatte mit seinem Wunsch nach Ferrero-Waldners Verbleib als EU-Kommissarin einen Koalitions-Streit vom Zaun gebrochen. Das Vorschlagsrecht hat die ÖVP, die gerne Molterer als Agrarkommissar sähe.
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