Zahlreiche Tote bei Anschlagswelle in Pakistan
Die Serie von Terroranschlägen in Pakistan reißt nicht ab. Gleich mehrere Gebäude der Polizei wurden Donnerstagfrüh im ostpakistanischen Lahore von Dutzenden Bewaffneten angegriffen.

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In Pakistan haben Aufständische gezielt die Polizei ins Visier genommen - so starben bei koordinierten Anschlägen mehr als 40 Menschen. In Lahore starben am Donnerstag bei zeitgleichen Angriffen auf drei Polizeiwachen mindestens 28 Menschen, zwölf weitere starben bei Anschlägen im Nordwesten des Landes. Im ebenfalls nordwestlich gelegenen Peshawar wurde ein Kind bei einer Explosion getötet.
Pakistans Regierung erklärte, die Aufständischen führten einen "Guerilla-Krieg". Die Angriffe in Lahore, der Hauptstadt der zentralpakistanischen Provinz Punjab, waren offenbar sorgfältig geplant: Bewaffnete mit Sprengstoff-Westen stürmten am Morgen den Sitz der Kriminalpolizei (FIA) sowie zwei Polizeischulen in den Vororten Manawan und Bedian. Die Angriffe auf die FIA und die Schule in Manawan konnten nach einer Stunde abgewehrt und beendet werden, wie der Polizeichef von Lahore, Pervez Rathor, mitteilte. Mindestens 15 Polizisten und fünf Aufständische starben bei den Schusswechseln.
In Bedian leisteten die Angreifer fast vier Stunden Widerstand. Nach Angaben des Armee-Oberbefehlshabers von Lahore drangen fünf Aufständische in die Akademie für Führungskräfte ein. Einige Angreifer wurden von Scharfschützen erschossen, andere sprengten sich in die Luft. Unter den Erschossenen war nach Polizeiangaben auch ein mit einem Sprengstoffgürtel ausgerüsteter Teenager. Angesichts weiterer Anschlagsdrohungen durchsuchten die Sicherheitskräfte am Donnerstag weitere Stadtviertel.
In Kohat im Nordwesten des Landes wurden bei einem Autobombenanschlag mindestens elf Menschen getötet, darunter drei Polizisten. Die Stadt liegt in der Nähe der Stammesgebiete, den Hochburgen von Taliban-Kämpfern auch aus Afghanistan sowie von Anhängern des Terrornetzwerks Al-Kaida. In Peshawar starb nach Ärzteangaben mindestens ein Kind bei einer Explosion in einem Wohnhaus für Regierungsangestellte.














