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Zuletzt aktualisiert: 15.10.2009 um 15:40 UhrKommentare

Ansturm: Unis beschränken Studien

Die Unis Wien, Salzburg und Klagenfurt sind die ersten Hochschulen, die wegen "unvertretbarer Studienbedingungen" wieder eine Zugangshürde einführen wollen.

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Für das Studium der Kommunikationswissenschaft könnte es in Österreich bald wieder ein Auswahlverfahren geben. Die Universitäten Wien, Salzburg und Klagenfurt, an denen dieses Studium angeboten wird, werden an Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) einen Antrag auf Wiedereinführung eines Auswahlverfahrens stellen, wie die Uni Wien der Austria Presse Agentur am Donnerstag mitteilte. Grund dafür seien die "unvertretbaren Studienbedingungen" in diesem Fach zu Beginn des eben angelaufenen Wintersemesters, so die Studienprogrammleiter der drei Unis.

An allen drei Universitäten haben sich auch schon die für Lehre zuständigen Mitglieder des Rektorates für den Antrag ausgesprochen, nun werde zügig an der Formulierung gearbeitet, damit die notwendige Verordnung der Bundesregierung bereits zu Beginn des Sommersemesters 2010 in Kraft treten kann.

"Notfallparagraf"

Im Universitätsgesetz sieht der sogenannte "Notfallparagraf" (§ 124b) vor, dass im Falle von "unvertretbaren Studienbedingungen" für jene Studien, für die in Deutschland der Numerus Clausus gilt, wieder Zugangsbeschränkungen eingeführt werden können. Dafür müssen alle Unis, die das betreffende Fach anbieten, gemeinsam einen Antrag an das Wissenschaftsministerium stellen. Schließlich muss noch die Bundesregierung - und damit die SPÖ - dem Antrag zustimmen.

Wissenschaftsminister Johannes Hahn (V) hat sich bereits am Dienstag gegen Ausgleichszahlungen von Deutschland wegen der steigenden Zahl an deutschen Studierenden in Österreich ausgesprochen. Österreich habe eine ausgeglichene Bilanz, es würden auch viele heimische Studierende ins Ausland gehen, sagte Hahn vor dem Ministerrat. Das Problem der Studienzuwächse ließe sich durch die Wiedereinführung von Zugangsbeschränkungen lösen.

Für Studiengebühren

Auf die Fragen nach weiteren Maßnahmen erklärte Hahn, er habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass er sich auch die Wiedereinführung der Studiengebühren wünsche. Mehr Geld als kurzfristige Maßnahme will er den Universitäten aber nicht zukommen lassen: "Man kann nicht immer mehr Geld geben, man muss die Rahmenbedingungen ändern."


Gründe

Für den krassen Anstieg der Studentenzahlen dürfte es mehrere Gründe geben: Das De-Facto-Wegfallen der Studien-gebühren, die von den Studenten nur noch in Ausnahmefällen tatsächlich berappt werden müssen. Zudem drängen immer mehr Maturanten auf den "Markt" - die Zahl der 18-Jährigen mit Hochschulberechtigung steigt.

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