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Zuletzt aktualisiert: 11.10.2009 um 08:44 UhrKommentare

Mehrere Tote bei Geiselbefreiung in Pakistan

Ein Spezialkommando der Armee befreite 22 Personen, die mutmaßliche Taliban-Extremisten nach einem Überfall auf das Armeehauptquartier als Geiseln genommen hatten.

Politischer Brennpunkt Pakistan

Foto © APAPolitischer Brennpunkt Pakistan

Bei der Kommandoaktion seien drei Geiseln und vier Extremisten getötet worden, sagte ein Militärsprecher. Elitesoldaten suchten das betreffende Gebäude nach weiteren Angreifern ab.

"Einige Verluste"

Nach Angaben eines anderen Armeesprechers wurden bei der Erstürmung des Gebäudes etwa 25 Geiseln befreit und vier Rebellen getötet. Auch unter den Geiseln habe es "einige Verluste" gegeben. Während der Aktion waren auf dem Gelände schwere Explosionen und heftige Schießereien zu hören. Im Inneren des Gebäudes soll sich noch mindestens ein Aufständischer mit weiteren Geiseln verschanzt haben. "Die Lage wird sich hoffentlich bald klären", sagte der zweite Armeesprecher.

Am Samstag hatten Extremisten das Hauptquartier der pakistanischen Armee mitten in den Vorbereitungen auf eine Militäroffensive gegen die Taliban angegriffen. Dabei starben nach Militärangaben sechs Soldaten, ein Unbeteiligter und vier Angreifer. Zwei Extremisten wurden verletzt festgenommen. Nach einem eineinhalbstündigen Feuergefecht flüchteten mehrere Angreifer allerdings und nahmen in einem nahe gelegenen Gebäude zahlreiche Soldaten sowie Zivilangestellte als Geiseln. Zunächst war von bis zu 15 Geiseln und von vier bis fünf Angreifern die Rede gewesen. Die Taliban hatten sich in einem Anruf beim Fernsehsender Geo zu dem Angriff bekannt.

Die nun bei der Kommandoaktion zur Befreiung der Geiseln Getöteten hätten sich alle in einem Raum befunden, hieß es. Einer der Extremisten habe einen Sprengstoffgürtel umgebunden gehabt. Die Elitesoldaten hätten ihn aber erschossen, bevor er den Zünder habe betätigen können.

Erst am Freitag waren bei einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag auf einen Bus in Peshawar 49 Menschen getötet worden. Auch die Garnisonsstadt Rawalpindi war bereits mehrfach Ziel von Anschlägen.

Quelle: APA

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