Honduras-Gespräche in Tegucigalpa begonnen

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Unter den Augen der Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) haben am Mittwoch in Tegucigalpa Verhandlungen über eine Beilegung der seit über drei Monaten anhaltenden honduranischen Staatskrise begonnen. Zu der OAS-Delegation gehören mehrere Außenminister und der Generalsekretär der Staatenorganisation, Jose Miguel Insulza. Auch Vertreter der UNO und der EU sind zur Beobachtung angereist.
Bei den Verhandlungen kommen erstmals auf honduranischem Boden Repräsentanten der beiden verfeindeten Lager - jenem des gestürzten Staatschefs Manuel Zelaya und jenem des Interims-Präsidenten Roberto Micheletti - zusammen.
Michelettis Außenminister Carlos Lopez Contreras sagte, seine Seite betrachte den Dialog als eine "interne Angelegenheit". Insulza bekräftigte, es würden rasche und konkrete Lösungen für den aktuellen Konflikt angestrebt.
Unterdessen verlangte Zelaya ultimativ seine Wiedereinsetzung ins Präsidentenamt bis zum 15. Oktober. Wenn dies nicht geschehe, werde er die für Ende November vorgesehenen Präsidentschaftswahlen nicht anerkennen.
Lopez Contreras forderte die internationale Staatengemeinschaft auf, die "diskriminierenden Maßnahmen" gegen Honduras fallen zu lassen und die Übergangsregierung anzuerkennen. Bisher wird nur Zelaya als rechtmäßiger Präsident von Honduras anerkannt. Er war am 28. Juni wegen angeblichen Verfassungsbruchs gestürzt und außer Landes gebracht worden. Am 21. September kehrte er heimlich und überraschend zurück. Seitdem hat er in der brasilianischen Botschaft Zuflucht gefunden.
Bei den nun begonnenen Gesprächen geht es vor allem darum, die konstitutionelle Ordnung wiederherzustellen und nach einem Vorschlag des costa-ricanischen Präsidenten Oscar Arias eine Regierung der nationalen Versöhnung mit Zelaya an der Spitze zu installieren. Sie soll bis zum Jänner das Land regieren. Dann soll ein am 29. November zu wählender Präsident die Macht übernehmen.












