SPÖ verlor in Oberösterreich Wähler an FPÖ und ÖVP
ÖVP und FPÖ konnten bei der Landtagswahl in Oberösterreich Nichtwähler gewinnen.

Foto © APAFPÖ-Spitzenkandidat Manfred Haimbuchner
Die SPÖ hat ihre Wähler bei der Landtagswahl am Sonntag in Oberösterreich vor allem an die FPÖ und die ÖVP verloren. Wie aus der Wählerstromanalyse von SORA im Auftrag des ORF hervorgeht, haben 15 bzw. elf Prozent der SPÖ-Wähler aus dem Jahr 2003 diesmal ihre Stimme den Freiheitlichen und der Volkspartei geschenkt. Die ÖVP hat hingegen nicht nur 93 Prozent ihrer Wähler halten, sondern auch zehn Prozent der Nichtwähler für sich mobilisieren können. Rund elf Prozent der Nichtwähler der vergangenen Wahl wanderten außerdem zur FPÖ.
Nur rund zwei Drittel jener Oberösterreicher, die 2003 die SPÖ gewählt hatten, taten dies auch bei der diesjährigen Wahl. In absoluten Zahlen verlor die SPÖ 45.000 Wähler an die FPÖ, also genau so viele, wie die FPÖ seit den letzten Wahlen halten konnte, und 33.000 an die ÖVP. Letztere konnte ihre Wähler mit Abstand am erfolgreichsten bei der Stange halten: 315.000 der Wähler, die 2003 für die Volkspartei votiert hatten, machten auch heuer ein Kreuz bei ihr.
Doch nicht nur die SPÖ, auch die Grünen verloren mit 20 Prozent oder 14.000 Wählern kräftig an die ÖVP. Auch wählten elf Prozent der FPÖ-Wähler von 2003 heuer die Volkspartei. Die Freiheitlichen mussten aber auch 6.000 Wähler (neun Prozent) an das erstmals angetretene BZÖ abgeben.
Grüne, FPÖ und BZÖ fischten außerdem erfolgreich im Teich der anderen Parteien: Die Grün-Wähler der diesjährigen Landtagswahl kommen zu zehn Prozent von der ÖVP und zu 25 Prozent von Nichtwählern. Ebenso viele Nichtwähler verhalfen auch der FPÖ zu ihrem Ergebnis, außerdem kamen 34 Prozent der Stimmen von der SPÖ.













