Ein neuer Chef für die Gewerkschaftsjugend
Ein Lavanttaler steht seit Samstag an der Spitze der Kärntner Gewerkschaftsjugend. Manuel Koinig (20) wurde bei der Landeskonferenz mit eindeutigen 100 Prozent zum neuen Vorsitzenden gewählt.
In seiner Antrittsrede gab sich der neue Chef gleich kampfeslustig: Es könne nicht sein, dass jungen Menschen die Zukunft dadurch verbaut wird, weil sie sich eine Aus- und Weiterbildung finanziell nicht leisten können. Auch die überbetriebliche Lehrlingsausbildung müsse mehr an Qualität gewinnen, wenn man Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen und deren Standort in Kärnten behalten wolle, forderte Koinig.
In seiner zweijährigen Funktionsperiode will er Kärntner Lehrlinge flächendeckend über ihre Rechte und Pflichten informieren. "Ein Großteil weiß über arbeitsrechtliche Bestimmungen nicht Bescheid." Unzufrieden ist er mit der hohen Jugendarbeitslosigkeit und damit, "dass Kärnten Jugendlichen zu wenig Perspektiven bietet". Zudem müssten Jugendliche in gesellschaftspolitische Entscheidungen mehr einbezogen werden.
Koinig begann 2005 seine Lehre zum Holz- und Sägetechniker bei der Firma Stora Enso Timber in Bad St. Leonhard. Gewerkschaftlich wurde er bereits im zweiten Lehrjahr tätig, als er im Betrieb zum Jugendvertrauensrat gewählt wurde. Er besuchte zahlreiche Seminare. Seit 2007 ist der begeisterte Radfahrer im Landesvorstand der Gewerkschaftsjugend.
Mit Koinig ins neue Präsidium gewählt wurden auch Bettina Schoberleithner, Johannes Ebner, Andreas Schlager und Markus Della Pietra.












