ÖVP-Pühringer: Nicht erwarteter "Wunschgewinn"
"Ich habe ernsthaft mit leichten Verlusten gerechnet", sagte der Landeshauptmann.

Foto © APAJosef Pühringer mit Familie
"Ich triumphiere nicht": Das erklärte der oberösterreichische ÖVP-Landesparteiobmann Landeshauptmann Josef Pühringer in einer ersten Reaktion auf den vorläufigen Trend bei der Landtagswahl. Genugtuung sei aber da. Er sprach von einem Wunschgewinn, den er nicht erwartet habe. Dem Parteistrategen Landesgeschäftsführer Michael Strugl müsse man eine Goldmedaille umhängen, so Pühringer. Es sei für ihn aber eine Entlastung, dass der auf seine Person zugespitzte Wahlkampf nun ein Ende gefunden habe.
"Ich habe ernsthaft mit leichten Verlusten gerechnet", sagte der Landeshauptmann und verwies auf die starken Zugewinne der FPÖ in Vorarlberg und den Umstand, dass mit dem BZÖ und den Christen zwei neue Parteien in Oberösterreich kandidiert haben. Er sehe sich in seiner These bestätigt, "dass Populismus nur für kurzfristige Gewinne ein probates Mittel ist", spielte Pühringer auf die SPÖ an. Im Jahr 2003 in Mühlviertler Gemeinden wegen der Voest-Diskussion verlorene Wähler seien wieder zurückgekehrt. "Skandalisierung ohne Substanz" könne einem selbst schaden, so der Landeshauptmann zu einem von den Sozialdemokraten im Wahlkampf aufgebrachten, umstrittenen Finanzgeschäft des Landes mit einer ungarischen Firma.
Er werde aber nicht gegen andere vom Leder ziehen, sagte Pühringer. "Auf Liegende tritt man nicht". Es stelle sich nun nicht die Frage, mit wem man zusammenarbeite, sondern ob es überhaupt zu einer Koalition komme. Die ÖVP werde in der kommenden Woche mit allen Parteien Sondierungsgespräche führen, kündigte der Landesparteiobmann an. Seine Ausgangssituation sei jedenfalls wesentlich günstiger als vor sechs Jahren.













