Schwarz-Grün auf der Kippe
SPÖ zittert vor dem Wahlsonntag und dem Fall auf unter 30 Prozent. Man hofft auf eine Trendwende in letzter Sekunde. Die FPÖ rechnet mit 14 Prozent.

Foto © APASchlusskundgebung der ÖVP vor der Wahl
Jetzt ist doch noch Würze in den trögen Wahlkampf gekommen. Der um sein Leiberl rennende SPÖ-Landeschef Erich Haider, dem eine Karriere-Knick droht, wenn er am Sonntag unter 30 Prozent absackt, wirft der regierenden ÖVP vor, 140 Millionen Euro Landesgeld für "Spekulationsgeschäfte mit Ungarn" riskiert zu haben und hofft, damit die regierende und als größte Partei ungefährdete ÖVP in Bedrängnis zu bringen.
SPÖ-Chef hofft auf Trendwende
Aus dem merkwürdigen Geschäft ist nichts geworden, deshalb sei ihm die Sache "ziemlich wurscht", kontert Landeshauptmann Josef Pühringer ungerührt. Ganz sicher ist er seiner Sache aber wohl nicht. Er hat jedenfalls angekündigt, "nach Mariazell pilgern" zu wollen, falls die ÖVP mehr als 40 (2003: 43,4) Prozent bekommt. SPÖ-Chef Haider hofft dennoch auf eine eine Trendwende in letzter Sekunde zugunsten seiner Partei, der Umfragen kräftige Verluste vorhersagen.
Mit deftigen Sprüchen Stimmung gemacht hat gestern abend auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bei der blauen Abschlußkundgebung im "Europa Bierstadl" beim Urfahraner Jahrmarkt. "Ich rechne mit 14 bis 15 Prozent", warf sich FPÖ-Spitzenkandidat Manfred Haimbuchner in die Brust. Eine rot-blaue Koalition werde es dennoch nicht geben. Es sei "absurd zu glauben, dass wir mit Haider im Land koalieren, wenn uns SPÖ-Chef Werner Faymann nicht will", sagte er. Außerdem würden sich die nötigen rund 48 Prozent nicht ausgehen. Mobilisieren bis zum Umfallen haben auch die Grünen um Rudi Anschober versucht, die davor zittern müssen, aus der Landesregierung zu fliegen, wenn sie keine zehn Prozent einfahren. Sehr fraglich ist der nur mit vier Prozent mögliche Einzug des BZÖ in den Linzer Landtag. Neben diesen fünf Parteien buhlen auch die "Christen" und die Kommunisten um Wählerzuspruch.












