Anhörung zu Mochovce-Ausbau in Wien

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Von Protesten der Umweltaktivisten begleitet, ist am Freitag in Wien das offizielle Hearing zum geplanten Ausbau des slowakischen Atomkraftwerks Mochovce angelaufen. Mit "Stopp Mochovce"-Rufen wandten sich vor der Technischen Universität (TU) einige Dutzend Vertreter von GLOBAL 2000, Greenpeace und anderer Initiativen gegen den Ausbau des Meilers im Nachbarland.
Umweltminister Berlakovich wertete die Anhörung in Wien als "klares Kooperationssignal der slowakischen Behörden". Das Hearing ist Teil der laufenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für den Fertigbau der Reaktorblöcke 3 und 4. Die österreichischen Bürger können zudem noch bis zum 6. Oktober bei den zuständigen Ämtern der Landesregierungen schriftliche Stellungnahmen zum Ausbau des AKW abgeben.
Berlakovich betonte: "Ich setze mich massiv dafür ein, beim Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren zum KKW-Mochovce alle politischen und rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen und fordere die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards ein (...) Ich erwarte mir absolute Kooperation, Transparenz und die Beantwortung sämtlicher noch offener Fragen."
Am moderat besuchten Hearing nahmen im Publikum überwiegend Vertreter der Umweltaktivisten teil. Im Rahmen der Veranstaltung sollen die Betreiber zunächst ihr Konzept vorstellen, bevor dann von den Anwesenden Fragen gestellt werden können.
Bei einer Pressekonferenz in Wien nannte der Anti-Atom-Beauftragte des Landes Oberösterreich, Radko Pavlovec, die UVP "sinnlos"; sie verkomme zu einer "Farce".
Die Errichtung der beiden Reaktorblöcke 3 und 4 in Mochovce, rund 160 Kilometer östlich von Wien, ist schon länger umstritten. Der in Angriff genommene Bau der Blöcke 3 und 4 wurde aus Finanzierungsgründen zunächst 1992 gestoppt. Hauptkritikpunkte der Umweltschützer sind die aus dem Jahr 1986 stammende Baugenehmigung sowie das Fehlen einer entsprechenden Schutzhülle.











