Meinungsforscher rechnen mit SPÖ-Verlusten in OÖ
Bei der Landtagswahl in Oberösterreich am Sonntag dürfte es laut Experten-Meinung erneut zu Verlusten für die SPÖ und Zugewinne für die FPÖ kommen. Die ÖVP wird ihren Stimmenanteil halten können, die Grünen dürften ebenfalls stabil bleiben, so die einhellige Sicht der Meinungsforscher knapp eine Woche vor der Wahl. Als eher gering beurteilt werden die Chancen auf einen Landtags-Einzug des BZÖ.
Werner Beutelmeyer (market) meinte gegenüber der APA, die ÖVP dürfte in Oberösterreich weitgehend stabil bleiben: "41 bis 43 Prozent sind drinnen für die ÖVP." Im Jahr 2003 kam die ÖVP auf 43,42 Prozent. Auch Imma Palme (IFES) und Peter Ulram (Fessel-GFK) schätzen die Situation ähnlich ein.
Einig ist man sich auch in der Prognose, dass die SPÖ Stimmen verlieren wird. Ulram rechnet damit, dass die SPÖ "irgendwo in der Gegend von 30 bis 35 Prozent" liegen wird (2003: 38,33 Prozent). Beutelmeyer geht von 31 bis 33 Prozent für die Sozialdemokraten aus.
Weitergehen wird der Aufwärtstrend der FPÖ. Beutelmeyer rechnet mit rund 15 Prozent Stimmenanteil (2003: 8,40). Hajek verwies darauf, dass Oberösterreich wie auch Vorarlberg ein freiheitliches "Kernland" sei. Laut Palme wird es zu einem Match zwischen FPÖ und Grünen um Platz drei kommen.
Für die Grünen geht es vor allem um den Erhalt des Landesratsessels, meinte Hajek. Notwendig dafür sind neun Prozent der Stimmen (2003: 9,06). Beutelmeyer hält ein solches Ergebnis für möglich. Auch für Ulram bewegen sich die Grünen "in der Größenordnung der jeweils letzten Ergebnisse".
Zittern muss laut Expertenansicht das BZÖ. "Das BZÖ gibt es als Partei in Wahrheit nur in Kärnten", so Ulram. Oberösterreich sei wegen Ursula Haubner aber eine Ausnahme, dort habe das BZÖ "theoretisch die Chance" auf einen Einzug. Beutelmeyer rechnet eher mit einem Scheitern.












