Vierte Runde im Machtkampf um UNESCO-Chefposten

Foto © APA
Am Hauptsitz der UNESCO in Paris wird am Montagabend der vierte Versuch unternommen, die Nachfolge von Generaldirektor Koichiro Matsuura zu regeln. In den ersten drei Wahlgängen konnte sich der Exekutivrat der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation nicht auf einen der Kandidaten einigen. Keiner der Bewerber erhielt die erforderliche absolute Mehrheit der 58 Stimmen.
Die Wahl sorgt seit Wochen international für Schlagzeilen, weil dem als Favorit geltenden Ägypter Faruk Hosni israelfeindliche Äußerungen vorgeworfen werden. Verschiedene Menschenrechtsorganisationen, Intellektuelle und Politiker riefen dazu auf, den 71-Jährigen nicht zu wählen.
Von den ursprünglich neun Kandidaten für das internationale Spitzenamt sind mittlerweile nur noch vier im Rennen. Zuletzt zog am Sonntag die österreichische EU-Außenkommissarin Ferrero-Waldner ihre Kandidatur zurück.
Hosni hatte in allen bisherigen Abstimmungsrunden mit Abstand die meisten Stimmen bekommen. Sollte auch am Montagabend keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit holen, gibt es am Dienstagabend eine Stichwahl.












