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Zuletzt aktualisiert: 20.09.2009 um 17:00 UhrKommentare

Vorarlberg-Wahl: Faymann "traurig" über "eindeutiges Minus"

"Wenn man Wahlen verliert, ist man immer traurig", so SP-Chef Faymann. Rückschlüsse auf die Bundespolitik seien da nicht zulässig, distanziert sich hingegen SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter.

SPÖ-Chef und Bundeskanzler Faymann zeigte sich "traurig"

Foto © ReutersSPÖ-Chef und Bundeskanzler Faymann zeigte sich "traurig"

Der SPÖ-Vorsitzende und Bundeskanzler Werner Faymann hat am Sonntag zum "eindeutigen Minus" seiner Partei bei der Landtagswahl gemeint, es gebe nichts zu beschönigen. "Wenn man Wahlen verliert, ist man immer traurig", sagte er in Innsbruck, wo er den Andreas Hofer-Feierlichkeiten beiwohnte. Zugleich betonte er, dass Landtagswahlen nicht mit Nationalratswahlen zu vergleichen seien.

Die SPÖ sei in Vorarlberg in einer besonders schwierigen Situation - weil ohne Regierungsbeteiligung - gewesen, zumal die Wähler in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf den regierenden Landeshauptmann setzen würden, so Faymann. Er war außerdem der Ansicht, dass die Attacke der Vorarlberger FPÖ gegen den Direktor des Jüdischen Museums in Hohenems, Hanno Loewy, sowohl ÖVP als auch FPÖ genützt habe: Sausgruber habe das Polarisierungspotenzial zudem sofort erkannt und mit seiner Reaktion gegen die FPÖ das Überraschungsmoment genutzt.

"Keine Rückschlüsse auf Bundes-Politik"

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter sieht trotz des Debakels seiner Partei bei der Vorarlberger Landtagswahl keine Konsequenzen für die Bundespolitik. In einer ersten Stellungnahme im Vorarlberger Landhaus meinte er gegenüber Journalisten: "Die Politik von Werner Faymann hat überhaupt nichts zu tun mit der Landtagswahl in Vorarlberg."

Rückschlüsse nicht zulässig

Vorarlberg stellt für Kräuter sichtlich einen Spezialfall dar: "Im Ländle ticken die Uhren schon anders." Rückschlüsse auf die Bundespolitik seien da nicht zulässig, umso mehr, als die SPÖ laut jüngsten Umfragen wieder auf Platz eins liege.

Das Abschneiden in Vorarlberg sieht der SP-Geschäftsführer ungeachtet dessen als "schmerzvolle Niederlage". Ein "berauschendes Ergebnis" sei das sicher nicht, konzedierte Kräuter.


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