Italienischer Minister warnt vor Staatsstreich
Der italienische Minister für die öffentliche Verwaltung, Renato Brunetta, hat vor einem Staatsstreich gewarnt, mit der man die Regierung Berlusconi stürzen wolle. "Verantwortungslose Eliten arbeiten an einem echten Staatsstreich", sagte der Minister bei einem Seminar der Mitte-rechts-Partei "Volk der Freiheit"(PDL) in der Dolomiten-Ortschaft Cortina d'Ampezzo am Samstag.
Mit Eliten meinte Brunetta Gruppen mit Interessen in der Bürokratie, in der Finanz und in den Medien, die in diesem großen Krisenjahr versucht hätten die Regierung Berlusconi zu stürzen, weil sie aktiv begonnen habe, die Bürokratie zu reformieren. Brunetta rief die "anständige Linke" auf, sich von der "tödlichen Umarmung der schlechten Finanz, der schlechten Gewerkschaften und der schlechten Mediengruppen zu befreien". Die unanständige Linke solle "zum Teufel gehen", sagte der Minister.
Brunetta klagte, dass es in Italien keine konstruktive Opposition gibt. "Während wir uns mit der schweren Wirtschaftskrise auseinandergesetzt haben, ist die Opposition verschwunden und das ist ein Problem für die Demokratie", so Brunetta.
De venezianische Minister hatte bereits vergangene Woche für Eklat gesorgt, als er die italienischen Filmschaffenden als "Parasiten" bezeichnet hatte. "Parasiten, die viele öffentliche Gelder einkassiert haben, um nur wenig davon wieder einzunehmen. Leute, die niemals zum Wohl des Landes beigetragen haben, im Gegenteil, die überhaupt niemals gearbeitet haben", schimpfte Brunetta. Die Regierung möge den Kulturhaushalt "FUS" (Fondo Unico per lo Spettacolo) endgültig kürzen, empfahl der Minister kurz vor Abschluss des 66. Filmfestivals von Venedig.












