Sicherheit vor Wahl in Deutschland wird verschärft

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Politiker und Sicherheitsexperten werten ein im Internet aufgetauchtes Al-Kaida-Video als ernstzunehmende Drohung gegen Deutschland. Angesichts einer erhöhten Terrorgefahr vor der Bundestagswahl in einer Woche wurden die Sicherheitsvorkehrungen deutlich verschärft. An Flughäfen und großen Bahnhöfen patrouillieren Bundespolizisten mit Schutzwesten und Maschinenpistolen.
In dem neuen Video fordert der aus Bonn stammende Islamist Bekkay Harrach den sofortigen Abzug deutscher Soldaten aus Afghanistan. Auf Deutsch sagt er in dem Video mit Blick auf die Wahl: "Entscheidet das Volk sich (...) für eine Fortsetzung des Krieges, hat es sein eigenes Urteil gefällt. Die Bundestagswahl ist die einzige Möglichkeit des Volkes, die Politik des Landes zu gestalten." Weiter heißt es: "Mit Abzug des letzten deutschen Soldaten wird auch der letzte Mujahedin aus Deutschland abgezogen."
Nach Meinung des Innenministeriums bietet die Wahl einen besonderen Ansatz für propagandistische und operative Ziele terroristischer Gruppen. Die Sicherheitsbehörden beobachten seit Monaten verstärkte Aktivitäten und Reisebewegungen von verdächtigen Personen. Die US-Botschaft warnte in Deutschland lebende US-Bürger vor einer erhöhten Terrorgefahr rund um die Wahl in einer Woche.
Nach Angaben der Bundespolizei in Potsdam haben die Drohungen von Al Kaida und anderen islamistischen Organisationen gegen Deutschland eine neue Qualität erreicht. Bayerns Innenminister Hermann (CSU) warnte vor Panikmache. Für das am Samstag gestartete Münchener Oktoberfest - mit sechs Millionen Besuchern das größte Volksfest der Welt - gebe es bisher keine konkreten Anschlagsdrohungen.












