Sausgruber wirbt um hohe Wahl-Beteiligung

Foto © APA
Nach gut 600 Stunden Wahlkampf hat die Vorarlberger ÖVP Donnerstagabend das Finale ihrer Kampagne für die Landtagswahl am kommenden Sonntag eingeleitet. Gut 1.000 Interessierte fanden sich in der Dornbirner Messe ein, um Landeshauptmann Sausgruber nochmals sein Wahlprogramm referieren zu hören. Der ÖVP-Spitzenkandidat forderte seine Unterstützer zu einer regen Beteiligung an der Wahl auf.
Die Stimme abzugeben könne letztlich entscheidend sein, ob es einen klaren Auftrag der Wähler für die ÖVP gebe. Er beteuerte, zuversichtlich zu sein. Nichtsdestotrotz gelte es bis zum Wahlabend zu arbeiten. Wenn jedes Parteimitglied vier weitere Personen überzeugen könne, liege man bei 100.000 Stimmen und wäre "damit gut dabei".
Inhaltlich bot Sausgruber nichts Neues mehr. In den Mittelpunkt seiner Rede stellte er wie so oft den Hausverstand, dem die ÖVP zum Durchbruch verhelfe. Vehement wies der Landeshauptmann Angriffe zurück, wonach Vorarlberg bei Pflege oder Kinderbetreuung an letzter Stelle liege. Er verwies auf den hohen Prozentanteil jener, die Pflegebedürftige und Kinder freiwillig zu Hause betreuten. Diese erhielten die Unterstützung des Landes, wer aber einen Betreuungsplatz benötige, für den werde gesorgt.
In der Integrationspolitik bezeichnete es Sausgruber als selbstverständlich, sich an die Verfassung und die Werte der Verfassung zu halten. Wo dies nicht der Fall sei, werde man seine Rechte aber durchsetzen, so Sausgruber. Vehement wandte er sich hingegen gegen "systematisches Polarisieren".
Die FPÖ, mit der sich Sausgruber in der Antisemitismus-Debatte angelegt hatte, kam in der rund dreiviertelstündigen Rede nicht vor. Man könnte zwar viele Ereignisse der vergangenen Tage ansprechen, er wolle sich aber nicht in die Niederungen gewisser Gruppen und einzelner Personen bewegen, meinte er nur. Deutlicher wurde Dornbirns Bürgermeister, Wolfgang Rümmele, in seinem Eingangsstatement: "Gott schützte uns vor Fundamentalisten aller Art."












