Blecha und Khol beharren auf Pensions-Erhöhung

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Die Seniorenchefs von SPÖ und ÖVP, Karl Blecha und Andreas Khol, beharren auf einer Erhöhung der Pensionen um 1,9 Prozent für das Jahr 2010. Dies entspreche der Steigerung des Pensionistenpreisindex, erklärten die beiden am Dienstag im Parlament. Empört zeigten sie sich über die "Diskriminierung Älterer in der Berichterstattung", vor allem im Nachrichtenmagazin "profil".
"Diese 1,9 Prozent sind die unabdingbare Forderung des Österreichischen Seniorenrates, die als Grundlage für die Verhandlungen mit der Bundesregierung genommen wird", so Blecha. Er verwies darauf, dass die Bundesregierung die Werterhaltung der Pensionen im Regierungsübereinkommen zugesichert habe.
Die Seniorenvertreter echauffierten sich über Wortmeldungen, mit denen das gesetzliche Pensionssystem laut Blecha "madig gemacht" werden solle. Kritik am eigenen Index für Senioren bzw. das Verlangen, dann auch für andere Bevölkerungsgruppen eigene Bemessungen einzuführen, sei "lächerliches Geschwätz". Kritik am Brechen des Generationenvertrags verstehe er nicht: "Wir kämpfen auch für die Jungen, wenn wir die Wertsicherung für Pensionen durchsetzen."
Erbost zeigte sich Blecha über das "profil", das sich im August unter dem Titel "Die graue Gefahr" in "beschämender, empörender Art und Weise" zu den Pensionisten geäußert habe. Seniorenbund-Obmann Khol attackierte zudem den Chef der Industriellenvereinigung, Veit Sorger, der die Forderung nach einer Erhöhung deutlich über der Inflationsrate als "asozial" bezeichnet hatte. Dies sei "aufs vehementeste" zurückzuweisen. Die IV bestritt dies als "schlicht falsch".
Weitere Forderungen der Seniorenvertreter: Für Pensionskassen-Pensionisten soll es Sofortmaßnahmen, für Beamte, Post-, Bahn- und Landesbedienstete keinen Pensionssicherungsbeitrag mehr geben. In großkoalitionärer Harmonie gratulierte Khol Blecha sodann zum 60. Gründungsjubiläum des SPÖ-Pensionistenverbandes, das am Donnerstag ansteht.













