"Schuhwerfer von Bagdad" berichtet von Folter
Aus Protest hatte Muntazer al-Zaidi seine Schuhe nach George W. Bush geworfen. Nach neun Monaten Haft wurde er am Dienstag freigelassen.
Quelle © APA Schuhwerfer von Bagdad aus Haft entlassen
Der durch seinen Schuhwurf auf den damaligen US-Präsidenten George W. Bush bekanntgewordene irakische Journalist Muntazer al-Al Zaidi (Montasser al-Saidi) ist nach eigenen Angaben im Gefängnis gefoltert worden. "Während Ministerpräsident Nuri al Maliki auf allen Kanälen behauptet hat, er könne nicht schlafen, solange er nicht wegen meines Schicksals beruhigt worden sei, wurde ich auf das Schlimmste gefoltert", sagte Al Al Zaidi am Dienstag bei einer Pressekonferenz bei seinem früheren Arbeitgeber, dem Fernsehsender El Baghdadya.
Schwer misshandelt
Er sei während der neunmonatigen Haft mit Stromkabeln und Eisenstangen geschlagen worden, berichtete der 30-Jährige. Seine Bewacher hätten ihn auch ins Wasser getaucht und das Ertrinken simuliert. Zudem sei er an Orten festgekettet gewesen, an denen er der Kälte ausgesetzt gewesen sei, sagte Al Zaidi. Der irakische Regierungschef Maliki müsse sich bei ihm entschuldigen, weil dieser die Wahrheit über seine Haftbedingungen vertuscht habe.












