Japaner Amano formell zum neuen IAEO-Chef ernannt

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Der Japaner Yukiya Amano ist am Montag zum neuen Chef der Internationalen Atomenergie-Oganisation IAEO gewählt worden. Die Vollversammlung der UNO-Organisation bestimmte den 62-Jährigen bei ihrer Sitzung in Wien zum Nachfolger von Mohamed ElBaradei, der im November aus dem Amt scheiden wird. ElBaradei war zwölf Jahre lang im Amt und bekam 2005 für seine Arbeit den Friedensnobelpreis.
Um die Nachfolge an der Spitze der Atombehörde hatte es Anfang des Jahres einigen Streit gegeben. Als bisheriger japanischer IAEO-Botschafter setzte sich dann Amano im Sommer in einer Stichwahl beim IAEO-Gouverneursrat knapp gegen den Südafrikaner Abdul Samad Minty durch. Amano galt als Favorit der Industriestaaten, vor allem der USA. Die Vertreter der 150 IAEO-Mitgliedsländer bestätigten die Entscheidung für den Diplomaten am Montag einstimmig.
In seiner Antrittsrede betonte der neue IAEO-Chef, dass die Organisation - IAEO-intern "the agency" genannt - ein Gleichgewicht zwischen ihren Rollen im Kampf gegen die nukleare Weiterverbreitung und für die Förderung der friedlichen Nutzung von Atomenergie finden müsse. Die Nutzung von Atomenergie könne ein Weg sein, den erhöhten Energiebedarf der Welt ohne nennenswerte Mengen an Treibhausgasen zu befriedigen. Gleichzeitig warnte Amano aber auch vor einer steigenden Gefahr durch die Ausbreitung von Atomwaffen.
Sein neues Amt wolle er ab 1. Dezember "unparteiisch, professionell und verantwortungsvoll" führen und "gute Beziehungen zu allen Mitgliedern" der IAEO haben, sagte Amano. Im Atomstreit mit dem Iran kündigte er an, sein Äußerstes tun zu wollen für die Umsetzung des IAEO-Inspektionsabkommens (safeguards agreement).












