Warten auf Wahlergebnis in Afghanistan geht weiter

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Auch dreieinhalb Wochen nach der afghanischen Präsidentenwahl ist wegen zahlreicher ungeklärter Betrugsvorwürfe noch kein amtliches Ergebnis in Sicht. Die UNO wies ausdrücklich darauf hin, dass trotz eines derzeit für Karzai ausgezählten Stimmenanteils von 54 Prozent noch nicht abzusehen sei, ob der Amtsinhaber in der ersten Runde gewinnt oder doch noch in eine Stichwahl müsse.
Die von der UNO unterstützte Unabhängige Wahlkommission hat bereits 83 Ergebnisse von Wahllokalen im Südosten Afghanistans, Karzais Hochburg, für ungültig erklärt. In derselben Region werden derzeit noch Hunderte weitere örtliche Ergebnisse überprüft und Stimmen neu ausgezählt. Offen dabei ist, ob Karzai in diesem Überprüfungsprozess bei einem Stimmenanteil über 50 Prozent bleibt, der ihm den Erstrundensieg sichern würde.
Karzais vorläufige Führung mit 54 Prozent beruht auf der Auszählung von 93 Prozent der Stimmen. Sein größter Konkurrent Abdullah Abdullah kommt auf 28 Prozent. Fünf Prozent der Stimmen wurden noch nicht ausgezählt, der Rest wurde wegen möglichen Betrugs zunächst beiseitegelegt.












