Khamenei droht Systemgegnern mit Konsequenzen

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Im Iran hat der oberste geistliche Führer Ayatollah Ali Khamenei den Gegnern der Islamischen Republik mit schwerwiegenden Konsequenzen gedroht. Wer gegen das islamische System Widerstand leiste, müsse mit einer harten Reaktion rechnen, sagte er in einer live vom Staatsfernsehen übertragenen Predigt beim traditionellen Freitagsgebet in Teheran.
Kritik oder Meinungsverschiedenheiten mit den staatlichen Behörden seien aber akzeptabel, sagte Khamenei. Die Predigt richtete sich offensichtlich gegen die Opposition und Teilnehmer der Proteste, die nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmoud Ahmadinejad im Juni ausgebrochen waren.
Am Montag hatte Khamenei Ahmadinejad vor Selbstüberschätzung gewarnt. "Auch wenn das Votum des Volkes Quelle des Stolzes sein kann, sollte jede Selbstüberschätzung vermieden werden, weil sie eine der größten Fallen des Teufels ist", sagte er. Es war das erste Mal seit der umstrittenen Wahl vom 12. Juni, dass Khamenei den Präsidenten offen kritisierte. Im iranischen Parlament (Majlis) wurde inzwischen die Forderung nach einer Freilassung von regierungskritischen Demonstranten laut.
Weiters pochte Khamenei auf das Recht des Iran zur Uran-Anreicherung. Die Islamische Republik müsse in dieser Frage standhaft bleiben, sagte Khamenei. Auf seine Rechte zu verzichten, sei es im atomaren oder in einem anderen Bereich, bedeute den "Niedergang" der Islamischen Republik, warnte er.












