NATO gibt zivile Todesopfer bei Luftangriff zu
In einer ISAF-Erklärung, die in Kabul veröffentlicht wurde, räumte die NATO ein, "dass Aufständische, aber auch Zivilisten durch den Luftangriff getötet und verletzt wurden". Derzeit laufen Untersuchungen.

Foto © APDie Angaben zur Zahl der Getöteten schwankt von 54 bis 70
Die NATO hat zugegeben, dass bei dem Luftangriff am Freitag im Norden Afghanistans Zivilisten verletzt und getötet wurden. In einer am Dienstag in Kabul veröffentlichten Erklärung der NATO-geführten Truppe ISAF heißt es, erste Untersuchungen ließen die ISAF davon ausgehen, "dass Aufständische, aber auch Zivilisten durch den Luftangriff getötet und verletzt wurden". Die NATO untersuche den Vorfall derzeit gründlich, um die genaue Zahl der zivilen Opfer feststellen zu können.
Mehrere Dutzend Menschen wurden bei dem von der deutschen Bundeswehr angeforderten NATO-Luftangriff auf zwei gestohlene Tanklastwagen in der Nähe des deutschen Stützpunktes in Kunduz getötet. Umstritten ist, wie viele der Opfer Taliban-Insurgenten und wie viele Zivilisten waren. Das deutsche Verteidigungsministerium gab bisher die Zahl von 56 getöteten Taliban an, der Provinzgouverneur von Kunduz, Mohammad Omar, sprach am Sonntag von 54 Todesopfern, unter ihnen sechs Zivilisten. Eine afghanische Menschenrechtsorganisation schätzt die Zahl der bei dem Angriff getöteten Zivilisten auf 60 bis 70. In ihrer ersten Stellungnahme hatte die NATO am Freitag erklärt, unter den Toten seien ausschließlich Extremisten.












