Preis für Konsensgruppe regt auf
Villachs Bürgermeister Manzenreiter setzt ein deutliches Signal - auch an die SPÖ. Scharfe Kritik kommt vom BZÖ.
Mit dem Beschluss der Stadt Villach, die Konsensgruppe für ihren Dialog-Einsatz mit dem Kulturpreis der Draustadt auszuzeichnen, hat Bürgermeister Helmut Manzenreiter (SPÖ) ein deutliches Signal gesetzt. Das wird von Beobachtern auch als Zeichen nach innen gesehen. Denn in der Ortstafelfrage sind Kärntens Rote ordentlich gebeutelt. Zum einen gibt es in ihren Reihen nationale Hardliner, dann gibt es die (zurückhaltenden) betroffenen Bürgermeister in Südkärnten, die zweisprachige Ortstafeln aufstellen müssten - und dann gibt es liberale Kräfte, die längst eine Ortstafellösung wollen - sich allerdings nicht deutlich bemerkbar machen.
Ob sich das jetzt mit dem Signal an die Konsensgruppe ändert, bleibt abzuwarten. Peter Kaiser, zu den liberalen Kräften zählend, lobt als stellvertretender Parteichef jedenfalls die Entscheidung Manzenreiters. "Gerade jetzt, da der Ortstafelstreit aufs Neue aufflammt, ist es wichtig, Brücken zu bauen und sie nicht nieder zu reißen", zollt Kaiser der Konsensgruppe Respekt. Ganz anders sieht es Villachs BZÖ-Stadtparteiobmann Roland Zellot. Der Kulturpreis gebühre Künstlern. Und friedliches Zusammenleben der Kärntner Bevölkerung sei auch ohne Konsensgruppe möglich. Mehrsprachigkeit strebt jetzt auch Spittals SPÖ-Bürgermeister Gerhard Köfer an. Er will Schilder mit "Herzlich willkommen" aufstellen, übersetzt in mindestens zehn Sprachen. Dass Slowenisch mit dabei ist, sei selbstverständlich.












