Iran lehnt Gespräche mit Sechsergruppe weiter ab
Der Iran lehnt einem TV-Bericht zufolge weitere direkte Verhandlungen mit der Sechsergruppe aus den fünf Vetomächten des UNO-Sicherheitsrates und Deutschland über sein umstrittenes Atomprogramm ab. Für nukleare Fragen sei ausschließlich die Internationale Atomenergieagentur (IAEO) in Wien zuständig, sagte der iranische Vertreter bei der IAEO, Ali Asghar Soltanieh, laut dem Staatssender "Al-Alam".
Der Iran sei aber gewillt, mit der Atomenergiebehörde der Vereinten Nationen eng zusammenzuarbeiten und offene Fragen zu klären, hielt der iranische Vertreter fest.
Am Dienstag hatte es noch den Anschein gehabt, als wollte der Iran der internationalen Gemeinschaft mit einem neuen Vorschlag entgegenkommen. Da hatte der iranische Chefunterhändler Saeed Jalili dem Fernsehsender "Press TV" gesagt, dass Teheran einen neuen Vorschlag zur Lösung des Atomkonflikts ausgearbeitet habe und eine Wiederaufnahme der Gespräche mit der Sechser-Gruppe der UNO-Vetomächte und Deutschlands vorschlage.
Erst am Mittwoch hatten die mächtigsten Staaten der Welt den Iran auf zügige Antworten im Atomstreit gedrängt. Nach Beratungen der sogenannten Sechsergruppe in Deutschland hieß es aus dem Berliner Auswärtigen Amt, man erwarte vom Iran eine Antwort zu dem im April gemachten Gesprächsangebot noch vor der UNO-Vollversammlung Ende dieses Monats.
Die aus den USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland bestehende Gruppe will die Islamische Republik zur Offenlegung ihres Nuklearprogramms bewegen. Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms den Bau von Atomwaffen anzustreben. Die Führung in Teheran bestreitet das zwar, hat aber internationale Kontrollen seiner Atomanlagen kaum zugelassen.












