Abrüstungsstreit zwischen USA und Russland
Die russisch-amerikanischen Verhandlungen über atomare Abrüstung sind laut einem Moskauer Medienbericht wegen eines Streits über die Zahl der Trägersysteme ins Stocken geraten. Während Moskau eine Reduzierung der Systeme von bisher 1.600 auf 500 fordere, spreche sich Washington für künftig noch 1.100 für jedes Land aus.
Der Streit gefährde den Zeitplan für ein Nachfolgeabkommen des im Dezember auslaufenden START-Vertrags zur Reduzierung strategischer Waffen, berichtete die Zeitung "Kommersant" unter Berufung auf russische Verhandlungskreise.
Ob die Delegationen wie ursprünglich geplant zum Treffen von Kremlchef Medwedew und US-Präsident Obama beim G-20-Gipfel in Pittsburgh am 24. und 25. September eine Erstfassung des Vertrags vorlegen könnten, sei offen. "Washington ist zu keiner radikalen Reduzierung der Trägersysteme bereit", sagte einer der russischen Unterhändler, Sergej Rogow, von der Moskauer Wissenschaftsakademie der Zeitung.
Obama und Medwedew hatten sich bei einem Treffen Anfang Juni in Moskau grundsätzlich auf ein START-Nachfolgeabkommen geeinigt. Dabei streben beide Staatsoberhäupter auch eine Verringerung strategischer Atomwaffen von bisher maximal 2.200 auf je 1.500 bis 1.675 an.













