Israel über IAEO-Bericht zum Iran verärgert
Israel hat mit großer Verärgerung auf den Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) zum Stand des umstrittenen iranischen Atomprogramms reagiert. Das israelische Außenministerium warf der UNO-Überwachungsbehörde vor, wesentliche Informationen über die Bemühungen der Führung in Teheran bei der Entwicklung seines Militärprogramms ausgelassen zu haben.
Darüber hinaus widerspiegle der Bericht nicht umfassend die Widersprüche, den Betrug und die fehlende Bereitschaft des Iran zur Zusammenarbeit, zitierten die israelischen Medien am Sonntag das Außenministerium.
Israel wirft dem Iran vor, den IAEO-Inspektoren mit den jüngsten Genehmigungen für Inspektionen in Atomanlagen "nur Sand in die Augen zu werfen". Man erwarte von der internationalen Gemeinschaft, die nächste sich bietende Gelegenheit zu nutzen, um die militärischen Atompläne des Iran zu stoppen, heißt es weiter.
In dem am Freitag in Wien vorgelegten IAEO-Bericht heißt es, der Iran arbeite bei seinem umstrittenen Nuklearprogramm immer noch nicht ausreichend mit der Internationalen Atomenergiebehörde zusammen. Bei den offenen Fragen geht es vor allem um fehlende Informationen zu Waffenprojekten, die der Iran in der Vergangenheit angeblich vorangetrieben hatte und die im Zusammenhang mit Atomwaffen stehen könnten.
Aus dem Bericht geht andererseits hervor, dass die Führung in Teheran in der Urananreicherungsanlage in Natanz eine bessere Überwachung ermöglicht hat und dass sich die Urananreicherung erstmals seit drei Jahren verlangsamt.
Der Iran-Bericht wurde kurz vor einer im September auslaufenden Frist bekannt, die US-Präsident Obama der Führung in Teheran gesetzt hatte. Danach drohen im Einklang mit der Europäischen Union weitere Sanktionen, falls der Iran keine Bereitschaft zur Teilnahme an Nukleargesprächen signalisiert.












