Erneut Selbstmordanschlag in Pakistan
Ein Selbstmordattentäter hat in Pakistans unruhiger Nordwest-Grenzprovinz mindestens vier Polizisten mit in den Tod gerissen. Wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte, wurden zahlreiche weitere Sicherheitskräfte verletzt, als sich der Attentäter auf einem Trainingsplatz im Swat-Tal inmitten von Rekruten in die Luft sprengte. Pakistanische Medien berichteten von bis zu 15 Toten.
Bislang bekannte sich niemand zu der Tat. Die nordwestlich von Islamabad gelegenen Gebirgsregion galt jahrelang als Hochburg der radikal-islamischen Taliban.
Nach einer mehrmonatigen Großoffensive hatte das Militär Swat und mehrere Nachbardistrikte Mitte Juli wieder unter Kontrolle gebracht. Dabei waren nach offiziellen Angaben mehr als 1.700 Aufständische getötet worden. Tausende Bewaffnete hatten sich aus der Region zurückgezogen. Die Kämpfe lösten eine Massenflucht der Bevölkerung aus. Inzwischen sind die meisten der zwei Millionen geflüchteten Bewohner in die Region zurückgekehrt. Vereinzelt kommt es weiterhin zu Gefechten.












