Khamenei: Opposition nicht vom Ausland gesteuert
Der oberste Führer des Irans, Ajatollah Ali Khamenei, hat Anschuldigungen widersprochen, dass die Führer der Protestbewegung nach der umstrittenen Präsidentenwahl im Auftrag westlicher Regierungen gehandelt hätten. "Ich beschuldige die Anführer der jüngsten Vorfälle nicht, mit anderen Ländern wie den USA und Großbritannien verbündet zu sein, weil dies für mich nicht bewiesen ist", sagte Khamenei.
Es bestehe aber kein Zweifel, "dass die Unruhen geplant worden seien, ob die Anführer dies nun wussten oder nicht", sagte er weiter. Hardliner in der iranischen Regierung hatten den Oppositionellen vorgeworfen, vom Westen gesteuert zu sein. Zugleich forderte Khamenei die Justiz auf, sich in den Prozessen gegen die Oppositionellen streng an Beweise zu halten und nicht "Gerüchte" zur Grundlage der Anschuldigungen zu machen.
Nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Ahmadinejad Anfang Juni war es zu Massenprotesten gekommen, die auch gewaltsam niedergeschlagen wurden. Mindestens 4.000 Menschen waren festgenommen worden, etwa 300 von ihnen sitzen nach offiziellen Angaben noch im Gefängnis. 30 Menschen wurden nach Angaben Teherans getötet, die Opposition spricht von 69 Todesopfern.












