Küberl-Kritik an Entwicklungshilfepolitik
Scharfe Kritik an der österreichischen Entwicklungshilfe hat Caritas-Präsident Franz Küberl geübt. In der Ö1-Sendung "Von Tag zu Tag" am Dienstagnachmittag bezeichnete Küberl die heimische Entwicklungspolitik laut Kathpress als "Zwerg, der sich nicht und nicht entwickeln will".
Es sei ein "Drama", dass es gegen diese mangelhafte Politik keinen öffentlichen Aufruhr gebe, wie dies der Fall sei, wenn die Pensionen nicht erhöht würden. Dabei seien die Zusammenhänge klar: Es gebe nur eine Erde und wenn Österreich und die EU nicht heute dazu beitrügen, Armut oder Kindersterblichkeit in den Ländern des Südens zu mindern und eine entsprechende soziale Infrastruktur aufzubauen, "dann werden unsere kommenden Generationen die Zeche zahlen", sagte Küberl. Die Krise in den Entwicklungsländern werde auch zur Krise in der reichen Welt führen, warnte der Caritas-Präsident.
Zur Frage, wo in Zeiten der Krise und des Sparens in Österreich das Geld zur Lösung der vielen sozialen Probleme im In- und Ausland lukriert werden soll, meinte Küberl, dass dies letztlich eine reine Verteilungsfrage sei. Er verwies auf das Bankenrettungspaket, für das vor wenigen Monaten quasi über Nacht viel Geld bereitgestellt worden war. Das müsse auch für die Menschen am Rand der Gesellschaft möglich sein, so der Caritas-Präsident.











