Die ÖVP erteilt Faymann eine klare Absage
Kanzler Faymann wünscht sich für die Bundespräsidenten-Wahl 2010 Heinz Fischer als einen "gemeinsamen SP-VP-Kandidaten". Von der ÖVP kommt eine klare Absage.

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ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger hat dem Wunsch von Kanzler Werner Faymann (S) nach einem gemeinsamen Koalitions-Kandidaten für die Bundespräsidenten-Wahl eine klare Absage erteilt. "Heinz Fischer ist sicher kein ÖVP-Kandidat. Er kommt aus dem Herzen der SPÖ und hat sich immer wieder in den entscheidenden politischen Debatten durch die rote Brille geäußert", bekräftigte Kaltenegger in einer Aussendung am Sonntag seine Position. Gleichzeitig forderte er den Bundespräsidenten auf, die Bevölkerung nicht länger im Unklaren lassen, was seine Wiederkandidatur betrifft.
Eine einheitliche Meinung über einen eigenen Kandidaten für das höchste Amt im Staat gibt es in der ÖVP derzeit nicht. Erst heute sprach sich der frühere Tiroler Landeshauptmann und derzeitige Landtagspräsident Herwig van Staa für eine Wiederkandidatur Fischers aus. Fischer leiste "hervorragende Arbeit für Österreich, genießt ein Höchstmaß an Ansehen überall in der Welt", wurde er in der "Tiroler Tageszeitung" zitiert. Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter wollte sich am Rande des Forum Alpbach auf APA-Anfrage hingegen nicht äußern. Das sollen die Gremien entscheiden, außerdem sei die Diskussion verfrüht.
Eine Entscheidung könnte schon am Mittwoch bei einem Abendessen in Wien fallen, zu dem sich ÖVP-Parteichef Josef Pröll mit den Landesparteiobleuten trifft.
Kritik übte Kaltenegger auch an Faymann. Er würde es begrüßen, "wenn sich der Bundeskanzler mehr den Problemen des Landes - etwa der Ortstafelfrage - als privaten Plaudereien in Frühstückssendungen widmen würde". Auch BZÖ-Generalsekretär Martin Strutz kritisierte Faymanns Auftritt "zur besten Sendezeit" einen Monat vor den Landtagswahlen in Vorarlberg und Oberösterreich.













