EU sieht Afghanistan-Wahl "weitgehend positiv"
Als Sieg für die Demokratie in Afghanistan hat die EU die Präsidenten- und Provinzratswahlen vom Donnerstag gewürdigt.

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Die Wahlbeobachter der Europäischen Union haben den bisherigen Verlauf der Präsidentschaftswahl in Afghanistan als "weitgehend positiv" gewertet. Außerdem teilte die unabhängige Wahlkommission (IEC) mit, trotz der Einschüchterungsversuche der Taliban sei der 20. August 2009 "ein großartiger Erfolg für die Menschen in Afghanistan" gewesen.
Allerdings sind nach Angaben der Kommission elf ihrer Mitarbeiter getötet worden. Sie seien Angriffen durch "Feinden des Friedens" zum Opfer gefallen, teilte die IEC am Samstag weiter mit.
Die IEC hat keine Zahlen zur Wahlbeteiligung veröffentlicht, die Wahlbeobachter auf deutlich unter 50 Prozent schätzen. Zwei Tage nach der Wahl teilte die Beobachtermission am Samstag in Kabul mit, man begrüße die Abstimmung als einen "Sieg über jene, die die Afghanen davon abhalten wollten, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden".
Die Unabhängige Wahlkommission habe "generell effizient funktioniert", heißt es in der Erklärung weiter. "Der Prozess scheint zu diesem Zeitpunkt weitgehend positiv gewesen zu sein." Die EU-Wahlbeobachtermission habe rund 250 Mitarbeiter im Land. Sie werde den Auszählungs- und den Beschwerdeprozess weiter beobachten. Die Wahlkommission will von Dienstag an Teilergebnisse veröffentlichen.
Indes haben Amtsinhaber Karzai und sein schärfster Rivale Abdullah zugesichert, das Ergebnis anzuerkennen. Der US-Gesandte Richard Holbrooke sagte am Samstag, Karzai und Abdullah hätten ihm im Fall einer Niederlage versprochen, ihre Anhänger nicht aufzuhetzen.
Sowohl der Paschtune Karzai als auch der vor allem von Tadschiken unterstützte Abdullah sehen sich auf bestem Weg, schon in der ersten Runde die absolute Mehrheit zu gewinnen und so eine Stichwahl im Oktober zu vermeiden. Die Ergebnisse werden aber frühestens in zwei Wochen erwartet.













