Milliarde Euro Einsparungspotenzial bei Schulen
Rund eine Milliarden Euro Einsparungspotenzial durch eine Reform der Schulverwaltung orten Experten. Notwendig dafür wäre ein radikaler Umbau des Systems mit einer massiven Stärkung der Schul- und Regionalebene, der Einsparung der Landesebene und der Rückzug des Bundes auf strategische Aufgaben. Dazu legte der Management Club (mc) am Mittwoch in Wien ein Modell für eine "Schulverwaltung Neu" vor.
Das mc-Modell sieht drei administrative Ebenen vor: Die Schulen sollen deutlich mehr Autonomie erhalten, über Globalbudgets verfügen und Personalhoheit haben. Schulträger können Gebietskörperschaften, Gemeinden, Vereine, Stiftungen, etc. sein, die für die Bestellung des Schulleiters und die Qualität des Unterrichts verantwortlich sind.
Auf regionaler Ebene sollen österreichweit rund 30 Bildungsagenturen als nachgeordnete Dienststellen des Bundes für die regionale Koordination des schulischen Angebots verantwortlich sein. Auf Bundesebene übernimmt das Bildungsministerium strategische Aufgaben, setzt den legistischen und administrativen Rahmen und akkreditiert Schulen, eine Bundesagentur für Systemmonitoring soll die Schulen extern evaluieren.
Mit dem mc-Reformmodell würden nicht nur Mittel frei, sondern auch die Qualität des Unterrichts gesteigert, ist Paierl überzeugt. Das Einsparungspotenzial von rund einer Milliarde Euro haben die Experten nicht nur aufgrund von Einsparungen im Bereich der Schulverwaltung selbst errechnet, deren Ausgaben sie derzeit mit mehr als 400 Millionen Euro beziffern und die nach dem vorgeschlagenen Modell künftig rund 290.000 Euro kosten soll. Das Gros der Kostenreduktion erwarten sich die Experten durch eine Effizienzsteigerung, etwa die Reduktion von Klassenwiederholungen und Drop-Outs oder die Reduktion der Lehrerkosten durch Fortbildung während der Dienstzeit.













