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Zuletzt aktualisiert: 20.08.2009 um 05:00 UhrKommentare

Schulbeginn bringt mehr Jobs für Lehrer

An Kärntens Pflichtschulen gibt es trotz sinkender Schülerzahlen erstmals wieder mehr Posten für Lehrer. Das Land muss aber aus eigener Kasse kräftig dazu zahlen.

Foto © APA

Von wegen Ferien- und Urlaubszeit! In der Schulabteilung des Landes (zuständig für die Pflichtschulen) und im Landesschulrat (zuständig für die mittleren und höheren Schulen) wird eifrig gewerkt. Denn das neue Schuljahr bringt neue Schüler- und damit neue Klassen- sowie Lehrerzahlen. Das Besondere: Nach vielen Jahren und langen Wartelisten gibt es trotz anhaltend sinkender Schülerzahlen erstmals wieder mehr Jobs für Pflichtschullehrer. Ein Überblick über vorläufige Zahlen:

Lehrer

Weil allein an die 90 Pflichtschullehrer mit September in Pension gehen, andere in Karenz oder ein Sabbatical nehmen bzw. die neue Mittelschule mehr Lehrer braucht, bekommen diesmal rund 250 Lehrer erstmals einen Job bzw. neuerlich einen auf ein Jahr befristeten Vertrag. Gerhard Pekec von der Schulabteilung des Landes kann noch keine Detailzahlen nennen, streicht aber die "erstmals seit langem verbesserte Situation für Lehrer" hervor. Im letzten Schuljahr gab es nur für 80 Lehrer einen befristeten Jahresvertrag.

In Kärnten sind derzeit 4560 Pflichtschullehrer vollbeschäftigt. 600 Lehrer hat das Land selbst bezahlt und so kleine Schulstrukturen aufrecht erhalten. Der Bund hält sich strikt an seine Vorgaben fern von kleiner ländlicher Schulstruktur und überweist dem Land weniger Geld zur Zahlung der Lehrer. Mit dem neuen Schuljahr muss Kärnten wegen der rückläufigen Schülerzahlen erstmals gar 700 Lehrer aus eigener Kasse zahlen:

Schüler

Das neue Schuljahr zeigt es wegen der geburtenschwachen Jahrgänge gleich wie in den letzten Jahren: Es gibt wieder um 1300 Pflichtschüler weniger, die Klassenzahl bleibt dennoch mit 2255 fast gleich: Wegen Klassenteilungen, sinkender Schülerhöchstzahlen oder der neuen Mittelschule.

Höhere Schulen

Nicht schlecht sieht es auch an Kärntens mittleren und höheren Schulen (AHS, HAK, HTL, humanberufliche und Handelsschulen) für die Lehrkräfte aus. Mit 2866 wird die Gesamt-Lehrerzahl gleich bleiben, heißt es seitens des Landesschulrates. Wegen Pensionierungen oder Karenzierungen kriegen 40 neue Pädagogen einen Job. Rückläufig bleiben die Schülerzahlen. Details gibt es erst mit Schulbeginn, wenn klar ist, wer sich doch für die Haupt- oder polytechnische Schule und nicht für die AHS oder HAK entschieden hat.

Andrea Bergmann

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