Pröll will selbst über BP-Kandidatur entscheiden

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Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll will bei seiner Entscheidung über eine Kandidatur als Bundespräsident offensichtlich nicht auf die eigene Partei hören. "Meine politischen Entscheidungen habe ich noch nie von Entscheidungen anderer abhängig gemacht, weder von Personen noch von Institutionen", sagt er. Für ihn steht aber fest, dass die ÖVP einen eigenen Kandidaten aufstellen "muss".
Ob er denn nun kandidieren will, sagt Pröll weiterhin nicht: "Kein Mensch hat schon jetzt, die Betonung liegt auf jetzt, ein Interesse an einem Bundespräsidentenwahlkampf." Doch "wer auch immer der Kandidat ist", als "staatstragende Partei" dürfe die ÖVP nicht auf einen Kandidaten verzichten, meint er.
Die ÖVP hat bisher keine klare Linie gefunden. Zu Stimmen für einen eigenen Kandidaten, etwa aus den Reihen der Länder, gesellen sich auch immer wieder Skeptiker, zuletzt Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl. Der hatte gemeint, ein Verzicht auf einen VP-Kandidaten sei "sehr realistisch". Parteichef Josef Pröll hatte vor einigen Wochen mit lobenden Worten für den amtierenden Präsidenten Heinz Fischer aufhorchen lassen, war aber kurz darauf zurückgerudert und hatte die "Option" der Partei für einen schwarzen Kandidaten betont. Angesichts dieser Debatten beschwerte sich der steirische VP-Chef Hermann Schützenhöfer unlängst, man habe die ganze Sache bereits "verbockt".













