Kassen erwarten für heuer kleinen Überschuss
Die Krankenkassen erwarten für heuer einen kleinen Überschuss von 7,5 Millionen Euro. Ausschlaggebend dafür sind die Maßnahmen des Budgetbegleitgesetzes, mit denen den Kassen für heuer einmalig 120 Millionen Euro zugeführt wurden. Für die beiden kommenden Jahre rechnet der Hauptverband der Sozialversicherungsträger in seiner Gebarungsvorschau aber wieder mit einem kräftigen Minus.
Der Vorstandsvorsitzende im Hauptverband, Hans Jörg Schelling, führt den für heuer erwarteten kleinen Überschuss auf die noch relativ stabile Einnahmensituation durch hohe Lohn- und Pensionsabschlüsse, auf Kostendämpfungen bei Medikamenten sowie auf die insgesamt 120 Millionen Euro durch die Maßnahmen des Budgetbegleitgesetzes - Auflösung des Katastrophenfonds, Refundierung der Mehrwertsteuerleistungen und zusätzliche Budgetmittel in Höhe von 45 Millionen Euro - zurück.
Die neun Gebietskrankenkassen zusammen sollen heuer mit einem Minus von 83, 7 Mio. Euro abschließen. Ein positives Ergebnis wird außer für die Wiener nur noch für die burgenländische und die Kärntner GKK erwartet. Für das für die gesamte Krankenversicherung erwartete positive Ergebnis von 7,5 Mio. Euro sind vor allem die Versicherungsanstalten der öffentlich Bediensteten, der Bauern, der Selbstständigen sowie für Eisenbahn und Bergbau verantwortlich, die durchwegs im Plus abschließen werden.
Schelling verweist aber darauf, dass die Situation für 2010 und die Folgejahre "bedeutend dramatischer" aussehe. Für 2010 wird ein Defizit von 323 Mio. Euro prognostiziert und für 2011 von 608 Mio. Euro.












