Medwedew: Südossetien bleibt "unabhängig"
Der russische Präsident Medwedew hat zum ersten Jahrestag des Beginns des Südkaukasuskriegs eine Wiedervereinigung Georgiens mit der separatistischen Region Südossetien ausgeschlossen. Russland werde seine Entscheidung, Südossetien (ebenso wie Abchasien) als unabhängiges Land anzuerkennen, nicht überdenken, sagte Medwedew am Samstag nach Angaben der Moskauer Agentur Interfax.
"Es kann kein Zurück geben. Wir haben unsere Wahl getroffen. Jetzt geht es nur noch nach vorn", betonte er bei einem Besuch in Wladikawkas, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Nordossetien. Nach Wladikawkas waren im August 2008 aus Angst vor Krieg zehntausende Menschen aus Südossetien geflohen. In der Nacht auf den 8. August griffen georgische Truppen Südossetien an. Daraufhin marschierte die 58. russische Armee nach Georgien ein. Medwedew ehrte zum Jahrestag in Wladikawkas zahlreiche Armeeangehörige, die das Leben von Südosseten gerettet hatten. Bei einem Treffen mit Vertriebenen sicherte er Südossetien weitere Aufbauhilfe zu.
"Die Anerkennung der Unabhängigkeit von Südossetien und Abchasien war die einzige Möglichkeit. Nur so konnten wir die Sicherheit der Menschen und die Stabilität im Kaukasus gewährleisten", sagte Medwedew. Russland werde auch künftig vor allem militärische Hilfe leisten, um einen möglichen neuen Angriff Georgiens zu verhindern. In Südossetien und der ebenfalls von Georgien abtrünnigen Republik Abchasien sind tausende russische Soldaten stationiert.











