Erneut Proteste von Moussavi-Anhängern in Teheran
Einen Tag nach der Vereidigung von Präsident Ahmadinejad sind im Iran erneut Oppositionsanhänger auf die Straße gegangen.

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Augenzeugenberichten zufolge versammelten sich am Donnerstag erneut Sympathisanten des Oppositionsführers Moussavi auf einem Platz in der Hauptstadt Teheran. Die Polizei trieb die Menge auseinander. Offizielle Angaben über Festnahmen lagen nicht vor.
Nach Angaben von Augenzeugen versammelten sich Hunderte Menschen auf einem Platz im Norden der Stadt. Sie skandierten "Allahu Akbar (Gott ist groß)", "Tod dem Diktator" sowie "Schäme Dich, Ahmadinejad" und forderten den Präsidenten zum Rücktritt auf. Den Angaben zufolge versammelten sich die Demonstranten auf dem Vanak-Platz im Zentrum der iranischen Hauptstadt. Gleichzeitig veranstalteten zahlreiche Autofahrer ein Hupkonzert.
Am Mittwochabend hatten Sicherheitskräfte die Büros des Verbandes iranischer Journalisten durchsucht und versiegelt. Die Internationale Journalisten-Föderation (IFJ) verurteilte die Aktion und forderte den Iran auf, 42 inhaftierte Journalisten freizulassen.
Ahmadinejad war am Mittwoch fast acht Wochen nach den umstrittenen Präsidentenwahlen vereidigt worden. Die Opposition um die unterlegenen Kandidaten Moussavi und Mehdi Karroubi hält die Regierung für illegitim, weil der Präsident aus ihrer Sicht nur dank einer Wahlfälschung im Amt bestätigt wurde.
Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften sind seitdem mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen, 1.000 wurden festgenommen. Gegen 100 Angeklagte ist am vergangenen Samstag ein Gerichtsverfahren eröffnet worden, das von der Opposition als "Schauprozess" bezeichnet wird.












