Achtungserfolg für Dichter bei Kurden-Wahl im Irak
Der Präsident der kurdischen Autonomieregion im Nordirak, Massoud Barzani, ist nach inoffiziellen Angaben mit rund 68 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden. Das berichtete die irakische Zeitung "Al-Sabah" unter Berufung auf die Wahlkommission. Einen Achtungserfolg konnte den Angaben zufolge der kurdische Exil-Dichter Kamal Marawdeli mit 26 Prozent der Stimmen erringen.
Der 58-Jährige, der mehr als 25 Jahre lang im Londoner Exil gelebt hat, war damit zweitbester Kandidat bei der Wahl. Die anderen drei Kandidaten wurden von den Wählern kaum beachtet. Die Kurden in den drei Provinzen Suleimaniya, Arbil (Erbil) und Dohuk waren am vergangenen Samstag aufgerufen, ein neues Parlament und den Präsidenten zu wählen. Die Mehrheit der Sitze im Kurden-Parlament hat nach inoffiziellen Ergebnissen die Allianz der Demokratischen Partei Kurdistans (KDP) von Barzani und der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) des Kurden-Führer und irakischen Präsidenten Jalal Talabani gewonnen.
Die von einem ehemaligen Talabani-Getreuen gegründete Oppositionspartei Goran ("Wandel"), die einen Wahlkampf gegen Vetternwirtschaft und Parteienfilz, der vor allem in den großen politischen Gruppierungen herrscht, geführt hatte, soll jedoch immerhin mehr als 20 der insgesamt 111 Sitze im Parlament errungen haben. Das offizielle Wahlergebnis soll spätestens an diesem Donnerstag veröffentlicht werden.












