Islamisten-Attacken in Nigeria

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Radikale Islamisten haben sich nach anhaltenden blutigen Straßenschlachten mit der Polizei in der nordnigerianischen Stadt Maiduguri verschanzt. Bei den Attacken der Islamisten in mehreren Städten im Norden des Landes sind seit Sonntag mindestens 150 Menschen getötet worden. Allein im Bundesstaat Borno kamen am Montag mindestens 100 Menschen ums Leben.
Polizisten und Soldaten umstellten mittlerweile ein Gebiet in der Nähe des Bahnhofs von Maiduguri, in dem sich unter anderem das Haus des Islamistenführers Mohammed Yusuf befindet. Hunderte Bewohner der Gegend flohen aus der belagerten Nachbarschaft. Präsident Yar'Adua hat mittlerweile die Sicherheitskräfte aufgefordert, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Ruhe nach den zweitägigen Auseinandersetzungen mit mindestens 150 Toten wieder herzustellen.
In den von der Gewalt betroffenen Städten in vier mehrheitlich islamischen Bundesstaaten des westafrikanischen Landes wurden nächtliche Ausgangssperren verhängt. Soldaten patrouillierten auf den Straßen und richteten Straßensperren und Kontrollpunkte ein. In Maiduguri war es trotz der Ausgangssperre in der Nacht wiederholt zu heftigen Schusswechseln gekommen.
Während sich die Angriffe zunächst gegen Polizeistationen und Regierungsgebäude gerichtet hatten, gab es am Dienstag auch Berichte über niedergebrannte Kirchen. Die offenbar koordinierten Anschläge mehrerer radikalislamischer Gruppen hatten am Sonntagmorgen mit dem Überfall auf eine Polizeistation begonnen. Die Islamisten wollen eine Ausweitung des islamischen Rechts auf alle nigerianischen Bundesstaaten durchsetzen.













