Mehrheit in Großbritannien für aktive Sterbehilfe
Eine große Mehrheit der Briten ist für die Anwendung der aktiven Sterbehilfe im Vereinigten Königreich. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Londoner Tageszeitung "The Times", berichtete diese am Samstag. Drei Viertel der Befragten wollen, dass Mediziner aktive Sterbehilfe in Kliniken leisten dürfen. Der Zuspruch in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen war besonders stark.
Die Befragten machten jedoch Unterschiede, was die Voraussetzungen für Sterbehilfe angeht. Nur etwa jeder achte (13 Prozent) ist der Auffassung, sie sollte angewandt werden dürfen, auch wenn der Patient geistig und körperlich gesund ist. Mehr als vier von fünf der Befragten (85 Prozent) knüpfte die legale Sterbehilfe an bestimmte Voraussetzungen wie unheilbare Krankheit.
Die Zeitung hatte 1.500 Briten befragen lassen, nachdem sich ein Künstler-Ehepaar zur aktiven Sterbehilfe in eine Schweizer Klinik begeben hatte. Dirigent Edward Downes war blind und hörte kaum noch, seine Frau, eine Balletttänzerin, litt an einer Krebserkrankung.












